Der heutige Tag begann zwar gut befrühstückt, aber in der Garage schauen wir etwas platt und mit leerem Blick auf Stephans Hinterreifen 🛞. Hat sich das frühe Aufstehen etwa gar nicht gelohnt?
Tatsächlich hat eine kleine grüne Scherbe die Luft gestohlen. Schnell geflickt und, um das Handpumpen abzukürzen, beim Velomechaniker Luft geholt. Mit ihm hatten wir ein luftiges lustiges Gespräch und uns auch noch über unsere Pläne unterhalten. Seine Routentipps haben wir allerdings doch nicht umgesetzt.
St. Tropez
Da diese berühmte Stadt noch nicht in unseren Sammelalbum klebt, sind wir nach St. Tropez abgebogen. Zum Glück ist gerade Tiefsaison, so konnten wir entspannt durch die ruhigen Gassen fahren und Läden mit Alltagsgegenständen betrachten, z. B. lebensechtgrosse Porzellanlöwen oder vergoldete 10 l Champagnerflaschen. Die Altstadt ist aber wirklich sehr schön.


Mit dem „Bateau verte“ sind wir dann nach Saint Maxime übergesetzt.


Routenplanung und Wetter
Unsere Routenplanung war heute wechselhaft wie das Wetter. Wir hatten verschiedene Optionen, alle mit Vor- und Nachteilen. Am Ende haben wir spontan doch die Küstenstrasse genommen. Erst später konnten wir sehen, dass wir auf der kürzeren Bergvariante Nebelleuchten gebraucht hätten. Der Wind war heute ziemlich stark, freundlicherweise aber so, dass er unsere Ohren meist nach vorne klappte. Damit schafften wir es auch bis nach Cannes.





Lernende in Cannes
An der Rezeption in Cannes trafen wir auf eine Lernende in ihren ersten Tagen. Zusammen mit ihrer Chefin checkte sie uns ein. Es war sehr witzig. So sprach die Chefin praktisch jeden Satz vor, den die Lernende uns dann weitersagte. Das hilft sehr, wenn man als Gast nicht so gut Französisch kann. Noch lustiger wurde es dann, als sie in ihrem Eifer auch meine Sätze wiederholte 😀. Zum Schluss sagte die Chefin: „und was fehlt noch?“ Lernende: „ah, bonne soirée!“ Chefin: „no!“ Lernende studiert ….. : „ ah, die brauchen noch ein Zimmer.“ 🤣🤣
Ich könnte noch viel erzählen, z. B. vom Lernenden im ältesten Restaurant in Cannes, der bei einer Crêpe Suzette am Nachbartisch fast das Restaurant abfackelte und sein Chef, eine Kopie von Louis de Funes, die Situation retten musste.
Ein Mousse, wie im Titel erwähnt, gab es nicht. Aber ein Schoggichüechli mit flüssigem Innenleben.



Fundsache heute

Route von heute
82 km ↔️, ca. 620 hm ↗️


